Schlecker: Kündigen als Krisen-PR-Massnahme

Die Logik erschliesst sich nicht: Da hat – so liest man es beispielsweise in der FAZ – die Drogeriemarktkette Schlecker in großem Stil festen Mitarbeitern gekündigt, um sie anschließend als Leiharbeitnehmer für deutlich geringeren Lohn und weniger Urlaub undsoweiter wieder in ihren Läden arbeiten zu lassen. Als – nunmehr – Leiharbeitnehmer, als Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens namens Meniar.

Nun kam das Ganze in die Presse und Schlecker reagierte –  Déjà vu – und zwar genau so, wie Lidl, als sich die Öffentlichkeit über die Vorgehensweise von Detektiven gegenüber Lidl-Mitarbeitern empörte: Die Drogeriemarktkette kündigte einfach der Zeitarbeitsfirma Meniar. So wie damals Lidl als Reaktion auf die schlechte Presse und zur eigenen Verteidigung erst mal publikumswirksam der Detektei kündigte.

Die Kosequenz? Die Mitarbeiter haben wohl nichts davon. Dass sie zu alten Bedingungen wieder eingestellt würden, davon war bislang jedenfalls nicht die Rede. So eine Kündigung ist auch nichts in-Stein gemeisseltes – wenn man wollte, könnte man das Zeitarbeitsunternehmen doch einfach kurze Zeit später erneut beauftragen. Was ist die Aktion also? Eine reine Schau-Maßnahme? Zur Ablenkung von Schlecker?

Ob`s was bringt? Wohl kaum – das hat es bei Lidl auch nicht.