Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich jünger als sie sind, ergibt eine Umfrage des Marktforschers Konzept & Analyse aus Köln unter 1 500 Befragten. Fazit: Ab 30 Jahren fühlt man sich im Schnitt 8,4 Jahre jünger. Bei den 30- bis 69-Jährigen beträgt der Anteil sogar 80 Prozent.Das Ganze soll in Übereinstimmung stehen mit diversen tiefenpsychologischen Studien über die so genannten Best Ager. Und weiter: Das erklärt, warum „viele Werbekampagnen scheitern, die sich an Best Ager richten. Es ist ganz einfach: Wenn sich die Mehrheit der 60-Jährigen wie 50 fühlt, dann wird diese Zielgruppe auch nicht von 60-jährigen Werbemodels emotional angesprochen“, klärt Ralph Ohnemus, der Chef des Marktforschungsunternehmens auf.
Ob man das beim Hamburger Verlag Gruner & Jahr weiß? Und ob man es bei der Namensgebung des neuen Magazins „Fifty“ berücksichtigt hat? Das Blatt soll sich an die „Best-Ager“ richten, heißt es im Newsletter des Branchenblatts „Kress“. Und dass die Zielgruppe 50- bis 69-Jährige sein sollen. Der Umfrage nach dürften also erst 58-Jährige aufwärts am Kiosk zu dem neuen Heft greifen. Genau genommen also eher die Generation „Fifty and more“ oder „Fifty plus“.
Aber wahrscheinlich mag gar niemand mit seinem Alter im Titel einer Zeitschrift angesprochen werden. Allein schon um sich nicht an der Ladenkasse zu outen und sein wahres Alter zu offenbaren. Das Heft auf der Hutablage des Autos lässig liegen lassen wie einst „Max“ oder davor „Capital“? Never ever.
Sie wissen schon, ab einem gewissen Alter werden Frauen zum Beispiel immer nur noch 29. Jedes Jahr aufs Neue.
http://www.kress.de/cont/home.php?tag=2008-05-08&rss=1#121477In Düsseldorf jedenfalls gibt es bereits ein ähnlich lautendes Objekt: Das so genannte Straßenmagazin „Fifty-Fifty“. Und das wird von Obdachlosen in der ganzen Stadt verkauft, die es den Passanten überall anbieten.
http://www.duesseldorf-nrw.de/Stadtmagazine.htm