Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass. Nach dem Motto werden Personalabteilungen in den Unternehmen behandelt – und lassen sich auch so behandeln. Oder sie schaffen es einfach nicht, ihren Unternehmenslenkern klar zu machen, dass sie größere Budgets benötigen, um mehr Aufgaben zu bewältigen. Diesen Schluss lässt die jüngste Kienbaum-Umfrage zu, für die Managementberatung 190 Personalverantwortliche in den Unternehmen befragte. Denn: Zwar steigt weiterhin die Bedeutung der Personalarbeit weiter, gibt knapp die Hälfte der von Kienbaum befragten Personalmanager an. Und diese steigende Bedeutung – so kommentiert Kienbaum – ist angesichts der Herausforderungen für diese Abteilungen bei der demographischen Entwicklung und dem steigenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter auch absehbar. So manche Firma muss schon heute Aufträge ablehnen mangels Fachkräften oder sitzt auf gut efüllten Auftragsbücher – und hat keine Idee, wie sie das auf Sicht abarbeiten sollen.
Deshalb müssen sich die Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren und sich einen Namen machen. Da so etwas länger dauert, ist es höchste Zeit. Wettberwerbe, in denen die besten Arbeitgeber gekürt werden, haben Hochkonjunktur.
Die Personalabteilung als erstes Gesicht der Firma hat da eine Schlüsselposition beim Anwerbe- und Einstellungsprozeß. Doch trotzdem erhalten nur gut 40 Prozent der befragten Personalmanager ein höheres Budget, um diese neuen Aufgaben erfüllen zu können. Der große Rest – 60 Prozent – muss zusehen, wie er mit dem bisherigen Budget klar kommt. Oder eben nicht. Sie sind, so Kienbaum „gezwungen, wie in der Vergangenheit die Effizienz der Organisation weiter voran zu treiben“. Wie immer das gemeint sein mag und was immer sich die Gummersbacher Personalprofis da vorstellen können.
Kienbaum selbst schmückt sich jedoch schon auf seiner Homepage mit dem Titel „Top-Arbeitgeber 2007/8“.
www.kienbaum.de
„Deshalb müssen sich die Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren und sich einen Namen machen…“ Soweit so gut? Der knapp gewordene Markt für beste Mitarbeiter ist wohl die Lücke im Gebüsch, die besonders findige Personalberater/innen für sich entdeckt haben, Abwerbung brutal doch modern. Das SWF-NACHTCAFé am 18.d.Mt. hatte zum Thema: „Immer unterwegs“. ‚Kinbaum‘ könnte hier vielleicht oder nicht? dazulernen. Als Gast der Sendung war Frau Anke H 37. Nach ihren Angaben legt sie in einer normalen Arbeitswoche Tausende von Kilometern im Auto und im Flugzeug zurück und ist als Geschäftsführerin eines großen Personalberatungsunternehmen ständig auf Dienstreisen. Sie triff, nach Terminvereinbarung vor Ort, Veränderungswillige. Prüft gesprächsweise
à la longè ihre Kandidaten auf Eignung und eine Abwerbung ist – „unter den Augen der alten Firma“ – gegebenfalls perfekt. Viel besser können unsre Fußbalprofis es mit sich auch nicht geschehen lassen, war mein erster Gedanke.
Personaler haben jahrelang rethorische „Schwätzer“ bevorzugt eingestellt und teuer bezahlt.
Sie müssen sich nicht wundern, wenn das Fachpersonal welches hochqualifiziert arbeitet und „nicht“ schwätzt nun fehlt. Die Personalabteilung tragen dafür die volle Verantwortung!
Übrigens mich will eine Personalabteilung aufgrund „von hinternrum Anschwärzungen“ verklagen, daher muss sich keine Personalabteilung wundern, wenn ich nicht das Wort für die Verfehlungen bei Ihren eigenen „unqualifizierten“ Einstellungen erhebe.
Die Personalabteilungen erheben gleichfalls nicht die Stimme für ihre Leiharbeiter, sondern verleugnen diesen Zustand, ohne es zu hinterfragen.
Mariana Mayer, vorsätzlich betrogene Leiharbeiterin aus der Industrie, seit 3,5 Jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingaktionen arbeitslos, Infos an die personalbateilung: fehl am Platz stattdessen wird mit Klage gedroht anstatt mit Kommunikation