Fatal, wenn Anwälte das Recht nur missbrauchen, um sich selbst über Wasser zu halten oder nur um für sich selbst Werbung zu machen. tagesschau.de beschreibt solche Usancen aus den USA – doch tatsächlich sind sie gar nicht so weit weg:
„Im Shoppingland Amerika scheuen sich viele Firmen, gerade wenn sie neu am Markt sind, vor dem Risiko, von findigen Klägern ruiniert zu werden – vor allem, weil hier das Haftungsrecht kaum eine Beschränkung kennt. Den Justiz-Kritiker Bob Dorigo Jones aus dem US-Bundesstaat Michigan regt das auf. „Die Schadensersatz-Anwälte drängen Verbrauchern solche Verfahren regelrecht auf, sobald sie in der Zeitung von einem geeigneten Unfall lesen“, schimpft er. „Selbst wenn die Firmen am Ende den Prozess gewinnen würden, haben viele nicht das Kapital, um durch die Instanzen zu gehen. Also zahlen sie. Und versuchen durch unsinnige Hinweis-Sticker vorzubeugen.“http://www.tagesschau.de/schlusslicht/warnwahn104.html
Anwälte als Parasiten? Ganz am Ende der Nahrungskette? Womöglich.
Hierzulande sollen renommierte Kanzleien zum Beispiel bereits so weit gehen, dass sie zum Beispiel kleine Händler im Namen großer Marken vors Gericht zerren, ihnen – natürlich – haushoch überlegen sind und sie zu geharnischten Schadensersatzzahlungen verdonnern lassen. Das alles aber nicht etwa gegen normale Honorare, sondern „auf eigenes Risiko und eigene Rechung“. Sprich: Verliert der Beklagte, muss der die Rechnung der Kanzlei zahlen – gewinnt er, geht die Kanzlei leer aus.