Den Fragebogen „Nahaufnahme“ hat Sabine Schnorr, Chefin des Online-Sprachenanbieters Rosetta Stone – einem Softwareanbieter aus USA – beantwortet:

Sabine Schnorr vom Online-Sprachenanbieter Rosetta Stone
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?
Als Online-Bildungsanbieter haben wir uns der Sprachförderung verschrieben: Mit unseren Sprachlernprogrammen und -Konzepten eröffnen wir Schülern, Studenten, Mitarbeitern von kleinen bis globalen Unternehmen und Personen wie Sie und ich neue Lernwelten für ein innovatives und effektives Sprachen-Lernen.
Womit beginnt Ihr Arbeitstag und wann?
Morgens gegen 6:30 Uhr mit einem ersten E-Mail-Check auf dem Handy und – wenn ich nicht auf Reisen bin – einem anschließenden Spaziergang am Rhein mit meiner Retriever-Hündin Maya. Ich kann dabei so wunderbar nachdenken …
Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?
“Hart aber herzlich” verbunden mit “Leading by Example”. Ich arbeite selbst gerne und viel und gebe alles, um meine Ziele zu erreichen – das motiviert auch mein Team enorm.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Stimmt.
Tee oder Kaffee?
Kaffee – stark und schwarz
Ihr Spitznamen ist…?
Im Office: Frau Stromberg J. Ich habe einen recht trockenen Humor und starken Hang zur Ironie.
Verraten Sie eine Marotte?
In Meetings oder wenn ich telefoniere, brauche ich immer ein Blatt Papier zum Kritzeln und Malen. Ich kann mich dann einfach besser konzentrieren.
Was kann Sie in Harnisch bringen?
Wenn jemand im Gespräch nicht auf dem Punkt kommt.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Möglicherweise meine Ungeduld, wenn jemand beim Gespräch nicht auf den Punkt kommt 😉 Und: Mein manchmal zu hoher Anspruch, so der O-Ton eines Kollegen, dem ich die Frage soeben gestellt habe …
Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?
Weiterarbeiten. Dann jedoch ohne wirklich zu müssen. Am liebsten etwas, um jungen Menschen zu helfen, ihren Weg zu finden, sie anzuspornen. Es ist traurig zu sehen, wie viele junge Menschen ihr Potenzial nicht nutzen, weil sie nie dazu inspiriert wurden. Vielen fehlt es an Selbstbewusstsein und sie sind sich gar nicht bewusst, welche Talente in ihnen schlummern.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Menschlichkeit. Eines meiner Lieblingszitate ist von Lü Bu We und lautet: „Ein Weiser versteht es, die Menschen nach ihrer Menschlichkeit zu schätzen, ein Mittlerer schätzt sie nach ihren Taten und ein Untüchtiger schätzt sie nach ihren Geschenken.“
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – was wäre das?
Die stellvertretende SPD-Chefin Aydan Özoğuz – um ein spezielles Konzept zum Sprachenlernen zu integrieren, um jedem Asylanten die Möglichkeit zu geben, schnellstmöglich und unabhängig Deutsch zu lernen.
Die Collage ist von einem Kollegen – Jan van den Beld – von Sabine Schnorr. Es hängt in ihrem Büro über dem Schreibtisch und erinnert sie an harten Tagen daran, dass es auch wieder aufwärts geht. Seine Karikaturen entstehen spontan und sind eine humorvolle Rückschau auf Highlights wie Vertragsabschlüsse, Meetings, Firmenfeiern oder Awards.
