Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortete Sapthagiri Chapalapalli, Geschäftsführer von Tata Consultancy Services Deutschland und Vice President bei Tata Consultancy Services – einem IT- und Outsourcing-Anbieter – mit weltweit 340 000 Mitarbeitern, von denen rund 1000 in Deutschland sind.

Sapthagiri Chapalalli
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?
Tata Consultancy Services ist ein weltweiter führender Anbieter von IT-Services, Beratungsleistungen und Geschäftslösungen für Unternehmen aus allen Branchen.
Womit beginnt Ihr Arbeitstag und wann?
Als erstes gehe ich meine To-Do’s für den Tag durch, wenn ich nicht schon früh morgens unterwegs auf Reisen bin.
Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?
Mir ist es wichtig, unseren Mitarbeitern die passenden Richtungen aufzuweisen, aber auch gleichzeitig aktiv bei der Umsetzung von Projekten mitzuwirken und im Tagesgeschäft für die Teams erreichbar und zugänglich zu sein.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Ich denke, sie würden zustimmen. Aber wahrscheinlich würden sie noch ein paar andere Dinge hinzufügen.
Tee oder Kaffee?
Kaffee, allerdings nur eine Tasse früh am Morgen.
Ihr Spitzname ist…?
Auf der Arbeit Saptha. Im privaten Umfeld: Giri. Beide Spitznamen leiten sich von meinem Vornamen Sapthagiri ab. Er ist ziemlich lang, also kürzen ihn alle ab. Das war schon im Kindergarten so und auch zu Internatszeiten, als mich meine Eltern für eine bessere Ausbildung in die Großstadt schickten. Auf Sanskrit bedeutet mein Name übrigens „Sieben Berge“.
Verraten Sie eine Marotte?
Ich wünschte, ich könnte bei allen wichtigen Meetings und Events erst mal in Ruhe darüber nachdenken, was genau ich denn meinem Gesprächspartner mitgeben möchte. Dafür würde ich mich am liebsten hinsetzen und in Ruhe niederschreiben, welchen Mehrwert ich der Person oder Sache geben und wie ich die Erwartungshaltung meines Gegenübers am besten erfüllen kann.
Was kann Sie in Harnisch bringen?
Wenn Menschen nicht richtig zusammenarbeiten und keine Empathie für einander zeigen. Mangelnde Vorbereitungen auf anstehende Aufgaben oder Projekte können mich allerdings auch in Harnisch bringen.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Das ist eine schwere Frage. Vielleicht, dass ich mich oft beharrlich nicht aus der Ruhe bringen lasse…
Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?
Um ehrlich zu sein, habe ich mir darüber bis dato noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ich könnte mir allerdings eine ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen, um der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Respekt gegenüber jedem anderen Menschen und Empathie. Das finde ich wirklich wichtig – privat, aber auch im Job.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich würde gerne eine Hilfsorganisation vor Ort unterstützen und aktiv mit anpacken. Oder mich vielleicht einmal in der Landwirtschaft versuchen!

Diese Figur aus Indien steht in Sapthagiri Chapalapallis Büro in Frankfurt im MesseTurm auf seinem Tisch. Sie ist das einzige persönliche Stück in seinem Büro und erinnert ihn an seine Heimat.