Lesetipp: Welche Bücher WirtschaftsWoche-Redakteure für den Sommer empfehlen

Lesetipp – Bildergalerie auf WiWo.de: Diese Bücher empfehlen WirtschaftsWoche-Redakteure für den Sommer.

Mein Tipp ist auch dabei: „111 Gründe, Frankreich zu lieben“von Daniela Kahl und Eva Seibert

http://www.wiwo.de/erfolg/trends/literatur-tipps-diese-buecher-empfehlen-wiwo-redakteure-fuer-den-sommer/13940506.html?p=10&a=false&slp=false#image

 

 

 

IMG_20160801_021112

Daniela Kahls, Evi Seibert: „111 Gründe, Frankreich zu lieben“
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 9,99 Euro

Erscheinen Sie bei Franzosen um Himmels willen nicht pünktlich zu einem Essen – dann machen die Gastgeber unter Umständen in Unterwäsche die Tür auf, weil sie noch nicht fertig sind, warnen Daniela Kahls und Evi Seibert, beide ehemalige Frankreich-Korrespondentinnen der ARD, in ihrem „111 Gründe, Frankreich zu lieben“. Denn unter Pünktlichkeit verstehen Franzosen und Deutsche nicht dasselbe und auch nicht, was daran unhöflich ist und was nicht.

Entsprechend groß die gegenseitigen Missverständnisse – vor allem im Job. Doch leider unterschätzen die Deutschen diese Kluft – wo Frankreich doch so nah liegt und man sich – vermeintlich – kennt. Gilt etwa in Deutschland Pünktlichkeit als Frage des Respekts, so freut sich der Franzose über gewonnene Zeit für ein rasches Telefonat, wenn der andere eine Viertelstunde später erscheint.

Da nimmt es nicht Wunder, dass laut Deutsch-Französischer Industrie- und Handelskammer jeder fünfte Vertrag aufgrund interkultureller Probleme platzt. Unausgesprochen natürlich. Das ist eine Menge, vor allem gemessen daran, dass Frankreich Deutschlands größter Handelspartner ist. So ärgern sich deutsche Personalberater, denen ihre eigenen Kollegen in Frankreich den Kontakt nachhaltig verweigern und kein gemeinsames Geschäft im selben Unternehmen zulassen.

Für Geschäftsreisende nach Paris enthält das Buch übrigens einen speziellen Tipp – Nummer 28: „Hätten Sie vermutet, dass Pariser in der Oper lauthals mitsingen? Alle und das mit Inbrunst? Ganz frei von Komplexen – anders als die Deutschen.” Auch in den Pariser Theatern „lachen und quietschen die Hauptstädter vor Vergnügen, es wird gejohlt und getrampelt, und am Ende können sie sich kaum auf den Sitzen halten“ . Und die Franzosen lieben es, eben weil es etwas sehr Emotionales, Verbindendes hat – und das Herz wärmt.