Gudrun, der Kopierer spinnt mal wieder“, so oder so ähnlich spricht man sich heute in den Unternehmen an.Allemeistens jedenfalls. Es wird internationaler hierzulande, also man duzt sich immer häufiger unter Kollegen. Monster, das Internet-Karriere-Portal hat wieder mal herumgefragt und heraus kamen erstaunliche Zahlen:31 Prozent der Antwortgeber berichteten, dass sich in ihrer Firma alle Duzen – auch Chef und Mitarbeiter, also auch im Über- und Unterordnungsverhältnis, oder der Fürsorgeberechtigte den Fürsorgepflichtigen. Weitere 33 Prozent siezen dagegen nur die Kollegen in Augenhöhe. 19 Prozent duzen überwiegend und nur noch 17 Prozent siezen überwiegend.
Jaja, ich weiß, nun werden wieder viele einwenden und erklären mir, warum sie gegen das Du sind: „Du A… sagt sich aber leichter als Sie A….“ Was ich bezweifle. Jedoch: Wenn ich A… sagen will, – was ich persönlich nicht will -, brauche ich weder Du noch Sie, man sagt es einfach: „A….“. Derjenige weiß ohnehin, dass er gemeint ist. Und überhaupt: Derartige Verbalinjurien wirft man einfach niemandem an den Kopf. Basta. Nienicht. Es ist einfach eine Frage der guten Erziehung.
Doch zurück zum Duzen: In internationalen Firmen, wo Deutsche im Unternehmensalltag auch mit Amerikanern zu tun haben, ist es nur einleuchtend, dass sich das Du so langsam Bahn bricht.
Meine Wahrnehmung auch außerhalb der Büroräume ist noch eine weitere, jedenfalls hier im Rheinland: Selbst der meister meiner KFZ-Werkstatt und der Fahrer vom Tiefkühlkost-Wagen duzen ihre Kunden drauflos: „Also ich habe hier noch den Puter für Dich auf dem Wagen…“ schallt es mir durchs Telefon kumpelig entgegen. Oder der rat „Zieh die Winterreifen mal auf, sicherheitshalber. Wegen der Versicherung.“ Ist doch eigentlich ganz nett, oder?
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Und was sagt „Business Behaviour“ dazu:
http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=205445&_t=ft&_b=968052