Viele Unternehmen tun sich hierzulande besonders schwer, wenn sie einmal getroffene Personal-Fehlentscheidungen korrigieren sollen. Weil der Kandidat sich eben nicht so gut schickt wie erwartet oder weil er sein Team nicht zu führen versteht oder warum auch immer.Lieber sitzen die Unternehmen – zumindest die größeren – ihren Mißgriff eisenhart aus. Sie lassen den falschen Mann oder die falsche Frau am falschen Platz sitzen und weiter Unheil anrichten. Zum Beispiel indem er gute Mitarbeiter oder Kunden vergrault, Marktchancen ungenutzt lässt oder nur seine Karriere statt des Unternehmenswohls im Sinn hat. Nur damit sich die Firma nicht die Blöße geben muss und die falsche Entscheidung öffentlich korrigiert. Nur so kommt es auch zustande, dass in etlichen Unternehmen noch so offensichtliche Fehlbesetzungen seufzend über Jahre hingenommen werden.
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Amerikanische Unternehmen tun sich da leichter. Die Kaffeehauskette Starbucks etwa hat gerade Howard Schultz zurückgeholt, damit er sie aus der Krise führt. Die Krise, in die Starbucks unter dem bisherigen Chef, Jim Donald, hineingeschliddert war. Und der obendrein die Größe hatte, sich selbst als Teil des Problems zu bezeichnen.
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Spontan fällt mir hierzulande nur ein Fall ein, in dem ebenfalls ein Ex-Chef zurückgeholt wurde an seine frühere Wirkensstätte: Jörg Menno Harms, der einstige deutsche Hewlett-Packard-Chef. Nachdem er sich – zur Freude seiner Frau – in den Ruhestand verabschiedet hatte. Und wer hatte das veranlasst? Richtig, keine Deutsche jedenfalls. Sondern die damalige US-Konzernchefin Carleton Fiorina höchstpersönlich, damit Harms die schwierige Integration von Compaq bewerkstellige.
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Ich frage mich, warum das nicht öfter geschieht. Ist es eine Frage des Stolzes? Oder kommt nur keiner auf die Idee, den alten Lotsen wieder zu holen? Und auf Bewährtes zu setzen? Gerade wenn der neue Besen versagt hat. Oder ist es einfach unnüblich? Und niemand traut sich, ungewöhnliche Maßnahmen vorzuschlagen? Und schon dreimal nicht in ungewöhnlichen Situationen.

Ich denke, beides ist hier zu sehen. Einerseits ist es einfach peinlich (dass wäre dann unter Umständen eine sehr teure Angelegenheit), andererseits kann es natürlich sein, daß der alte Besen eben nicht besser kehrt, was in dem einen oder anderen Fall sicherlich so ist.
Dafür gibt es verschiedene Thesen:
1. Fall
a) Das Unternehmen will outsourcen/schließen und hebt so bewußt den Stand der Misswirtschaft um argumentieren zu können: Wir schließen die Abteilung, weil dort nur Mist gebaut wird.
b) Der Betriebsrat ist schuld, schafft diesen ab.
c) ….
Derjenige der in dieser Position sitzt erfüllt somit genau die Eigenschaften, die man haben möchte.
2. Fall
1.) Es ist wirklich der Betriebsrat oder andere Führungskräfte schuld, weil sie diese hochbezahlten Menschen im Gewerkschaftssystem schützen oder das Sytem „eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“.
Es ist ein Fehler den andere ausbaden müssen.
Im Prinzip müsste grundsätzlich einmal festgestellt werden, dass nur bestimmte Leute in Führungspositionen sitzen, geeignet oder nicht spielt keine Rolle. Einfach weil sie einen schulischen Abschluss X also formalen Abschluss besitzen.
Nach Methode x der Personalabteilung eingesetzt. Oder die Fachabteilung möchte nur deutsche Männer ab 30.
Leider werden diese geheimen Methoden nicht offengelegt, aber es ist deutlich erkennbar: So gut wie keine Frauen in Führungspositionen in Dax Unternehmen.
Mit diesen Methoden ist natürlich der Staat erpressbar, weil er die Verpflichtung hat für die Gleichberechtigung zu sorgen.
Die deutschen Unternehmen blockieren somit die Politik.
Jedoch auf Landesebene sieht es auch nicht viel besser aus. Frauen in Füherungspositionen?
Na ja es gibt Sie wenigstens, im Gegensatz zu den immer noch und immer wieder militärisch geführten Unternehmen und zugehörigen Institutionen.
Daher der Betrug, Verrat und Misswirtschaft, Wirtschaftskrieg eben. Müssen die Jungs doch lernen, nicht? Wie man Menschen fertigmacht und wie man damit umgeht. Wegschauen eben. Oder werden für Auslandseinsätze gedrillt. Leider sagt das den Frauen niemand, dass Sie von vorneherein unerwünscht sind.
Gerade die Politiker haben es geschafft einen bunten Mix von Repräsentanten fast aller Ausbildungen und Menschen unterschiedlicher Herkunft zu schaffen. Incl. Frauen.
Mariana Mayer