Anwaltverein verhöhnt Frauen – oder die krude Logik von Juristen

Was nicht vor dem Gericht landet, kann auch kein Problem darstellen. So eine einfache Rechung macht jetzt ausgerechnet der Deutsche Anwaltverein auf. Diese Theorie erinnert mich an das Bild von kleinen Kindern, die sich die Augen zuhalten und sagen: „Ich seh´ Dich nicht.“ Und um dann messerscharf zu schließen: Also siehst Du mich auch nicht – und zu rufen „Such´ mich doch.“ Wovon ich spreche? Von dem AGG, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, das im Volksmund erst Antidiskriminierungsgesetz hieß. Nach so einer einfachen Formel versucht ausgerechnet der Deutsche Anwaltverein uns weiszumachen, dass kaum Diskriminierungen in Deutschlands Betrieben vorkommen. Sie staunen? Ich auch. Der scharfsinnige Beleg der Verbands-Juristen lautet so: 200 Anwälte, die der Verband befragte, hatten von August 2006 bis November 2007 insgesamt über 30 000 arbeitsrechtliche Beratungsfälle – und von denen hätten gerade mal 398 das AGG betroffen. Also nicht einmal jeder 75.Fall habe etwas mit Diskriminierungen im Job zu tun.Und es kommt noch besser: Von den ebenso befragten 1062 Betrieben hätten 1001 beteuert, dass sie keinen einzigen Diskriminierungsfall erlebt hätten.
Dabei zeigt sich hieran nur eins: Diskriminierte Frauen wollten Hilfe – und kein Klagerecht.
Bemerken Sie den Denkfehler der Verbandsanwälte? Wer nicht vor Gericht zieht, kann einfach kein Opfer sein – so die Logik. Und der Anwaltverein unterstellt dabei flottweg: Jeder diskriminierte Mensch a) kennt sich aus mit dem Recht und b) ist in der formidablen Situation, nicht seinen Job aufs Spiel zu setzen, wenn er seine eigene Firma und seine Chefs vor Gericht zerrt und öffentlich anklagt wegen und c) genug Geld hat für Anwalt und Gerichtskosten und c) gute Nerven und viel Kraft hat. Klingt nicht nach jemandem, der ansonsten in der Opferrolle ist? Stimmt auffallend.
Dass Frauen – die wohl größte der diskriminierten Gruppen – hier zu Lande jedenfalls in der freien Wirtschaft deutlich weniger Managerposten bekleiden als Frauen in fast allen anderen vergleichbaren Ländern wird seit Jahren immer wieder aufgelistet. Siehe die einschlägigen, internationalen Rankings in „Fortune“ über die Top-Managerinnen weltweit – und natürlich nicht die der Erbinnen und Töchter wohlgemerkt. Die Verbandsanwälte hätten sich auch nur die einschlägigen Untersuchungen der eigenen Großkanzleien ansehen müssen: Die zeigen glasklar, wie wenig Anwältinnen bei den Top-50-Adressen auch zu Partnerinnen aufsteigen. Alles Zufall? Wohl kaum. Und weiter: Können Sie sich vorstellen, dass diese Top-Frauen, die da keine Partnerinnen werden, allen Ernstes deshalb vor Gericht zögen?
Richtig. Der Gleichstellung hätte es nur gedient, den Frauen effektiv zu helfen – und kein kümmerliches Klagerecht zu geben.
Noch ein Vergleich: Es gibt also auch keine Vergewaltigungen in Gefängnissen – zieht ja kein Gefängnisinsasse vor Gericht. Es gibt auch keine geschlagenen Frauen – ziehen kaum eine vor Gericht. Die Vergleich sind Ihnen zu drastisch? Mag sein, aber der Kern ist: Menschen – meist Frauen – wehren sich nicht, weil sie darauf angewiesen sind, weiterhin gern gesehen zu sein bei denjenigen, die sie diskriminieren. Sprich, weil sie auf ihren Arbeitsplatz, auf den Lohn am Monatsende angewiesen sind – weil sie nämlich davon leben und existieren. Weil neue Jobs eben doch nicht vom Himmel fallen, und schon gar nicht für Frauen, wenn sie zum Beispiel über 40 Jahre alt sind. Oder Kinder haben. Oder pflegebedürftige Eltern.
Und all das ist den Verbandsanwälten nicht geläufig?
Das naivste Argument trug mir kürzlich allen Ernstes ein Personalchef bei einem Markenartikler in einer deutschen Großstadt vor: In seinem Unternehmen bedürfe es auch des AGG nicht – weil die Frauen- und Männerquote ungefähr ausgeglichen sei. Dass es gerade in seiner Firma keine einzige weibliche Führungskraft gab, dem Fakt maß er nicht die geringste Bedeutung bei. Warum auch, er ist ja ein Mann. Und hat eine Führungsposition.
>> FAZ-Artikel
>> Handelsblatt: Deutsche bringen’s einfach nicht

18 Kommentare zu „Anwaltverein verhöhnt Frauen – oder die krude Logik von Juristen“

  1. Diese Philippika hätte einem Demosthenos zur Ehre gereicht, weil zwei realexistierende gegensätzliche Welten – mit geringem Streitwert, im praktisch rechtsfreien Raum – gegenübergestellt werden. Was einem Ärzteverband im Überfluß in allen Lebenslagen an juristischem Beistand gegeben ist, davon können berufstätige Frauen nur träumen. Diese Ahnungslosigkeit ist ein beredtes Zeugnis des Anwaltvereins.

  2. Dem griechischen Rhetoriker Demosthenes (384 – 322 v.Chr.) wird das Zitat zugeschrieben: „Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.“ Diese wohl immer gültige Lebensweisheit hat der Deutsche Anwaltverein für unsre Zeit bestätigt. Diskriminierungen von Frauen in Deutschlands Betrieben – vernachlässigbar gering – da 200 Anwälte es konstatiert haben. Folgerung: Daß AGG kann ad acta gelegt werden, – man muß ja nur fest an alles glauben.

  3. Hallo Frau Tödtmann,

    mit dem Verhältnis „Anwaltverein – Frauen“ sprechen Sie sicher einen wunden Punkt an. Doch die von Ihnen referierte Schlussfolgerung des DAV, eigentlich gäbe es keine Diskriminierung von Frauen, wundert mich bei diesem von männlichen Anwälten dominierten Verein nicht. Außer einigen wenigen Anwältinnen, die tapfer das Fähnlein hoch halten, sind die überwiegende Zahl der Entscheidungsträger dort Anwälte, die führende Positionen in ihren Kanzleien bekleiden.

    Ihnen dürfte das Phänomem der beruflichen oder geschlechtsbezogenen Diskriminierung wohl eher fremd sein. Säßen mehr Frauen hier, wäre die Sensibilität für dieses Thema auch im DAV sicher höher.

    Schreiben Sie doch mal über das Thema Anwaltskanzleien und Frauen. Kennen Sie einen weiblichen Managing Partner in den Top 50 Wirtschaftskanzleien in Deutschland? Ich nicht. Vielleicht hilft es, wenn Sie ihn, bzw. sie mal ausrufen.

  4. Tatsache ist:
    Die Anwälte blockieren Mobbingklagen bereits vor Gericht und bilden Junganwälte so aus, dass Sie ein einziges mal versuchen vor Gericht gegen Mobbing zu klagen und dann es nie wieder tuen werden, weil es eine Blamage für die Junganwälte ist.
    Und anschließend raten diese so ausgebildeten Anwälte Mandatinnen davon ab zu klagen weil,…. Das gleiche Problem gibt es bei Vergewaltigung etc. etc.
    Und schließlich verdienen die gleichen Anwälte in den Unternehmen Unsummen an Geld.

    Punkt2: Das AGG kam zu spät, wurde viel zu spät umgesetzt und was den meisten Frauen nicht bekannt ist, Sie müssen sofort nach Diskriminierung klagen sonst gelten knappe Zeitausschlussklauseln.
    Die ganzen nicht legalen und oft psychisch gewalttätigen Kündigungen in der Vergangenheit gegen Frauen insbesondere Alleinerziehende und Alleinstehende, weil Sie angeblich nicht wirtschaftlich genug sind, verstößt zudem gegen das Grundgesetz.
    Diese sowieso kleine Massen von Frauen in der Wirtschaft und Industrie ist weder organisiert noch weiß sie, dass es etliche Frauen gibt, die das gleiche erfahren haben. Nämlich dass sie um Ihre betriebliche Altersvorsorge betrogen wurden. Dass sie nach einem Jahr nicht mehr in der Rentenversicherung sind, solange sie kein Mini Hartz4 Rentenbezug beziehen und und und.
    Dann gibt es Frauenförderprojekte wo Frauen glänzen und die Industrie sagt, ja wir tuen doch was für Frauen es gibt doch auch Frauentage wie schön…und verteilen dies als Werbung in die Aussenwelt. IG sind da Spitzenreiter. Gleichzeitig ist es in den Abteilungen in „Frauen zu quälen“, wie mir mein männl. mobbingtreibender Projektleiter sagte. Und der Qualitätsabteilungsleiter-Vorgesetzte sagte mir, ich solle leidensfähiger werden. Männer die alle ab 100 000 Euro brutto aufwärts verdienen und keinen finanziellen Druck haben und hatten. Sitzen lebenslang auf Rente hochbezahlt in der Industrie.
    Insbesondere sind EBA Gutachter mit am Werke. Fragen Sie mal beim EBA nach, die kennen mich dort. Das ich arbeitslos bin, interessiert die Herren dort nicht. Immer schön alles vertuschen.

    Das ganze ist 3 Jahre her, ich bin seit 3 Jahren arbeitssuchend.

    Mariana Mayer
    Safety Managerin im Bahnbereich

  5. Das Thema AGG ist spannend……meines Erachtens berufen sich eher abgelehnte Bewerber auf
    das AGG und ziehen vor Gericht – schließlich
    herrscht dort nicht einmal Anwaltzwang, so dass die
    Rechtsantragstelle die Klage aufnimmt – wenn nicht
    der AGG-Hopper schon mal eine Musterklage verfasst
    hat. Beim Arbeitsgericht in einer deutschen Großstadt konnte ich mal Zeugin eines solchen Falls werden, als ich auf meinen Termin wartete…..Der arbeitslose Herr war dort im Hause gut bekannt und konnte sein Arbeitslosengeld ordentlich aufbesseren. Zeit hatte er ja genug und die Richterin ließ es auch nicht an Tipps für das nächste Verfahren mangeln. es war einfach unglaublich.

  6. Tja, dann werde ich mal meinen Mut zusammennehmen und wider die politische Korrektheit eine männliche Gegenmeinung verfassen:

    Ist die Zahl der weiblichen Manager wirklich ein Indikator für Diskriminierung? Ich bin auch kein Manager. Na und? Vielleicht liegt es ja an weniger Bewerberinnen. Und soll bei zuwenig Bewerbungen eine Frau genommen werden, bloß um die Quote zu erfüllen? Ich halte die Frauendiskriminierung schlicht für eine Schimäre. Wo ich hinsehe, erlebe ich eigentlich das Gegenteil: Es gibt Frauenförderpläne, Frauenbeauftragte, Frauenministerien, Frauenparkplätze, freien Eintritt in eigentlich kostenpflichtige Lokalitäten (tlw. sogar freien Suff!), das nicht ausrottbare feministische I (ManagerInnen), Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Politikerinnen. Sie werden nicht zum Wehrdienst herangezogen. Sie ziehen nicht in den Krieg. Sie arbeiten nicht in den unbequemsten gefährlichsten Jobs. Sie erziehen Jungen so, dass sie sich im späteren Leben den Frauen gefügig verhalten und bitte schön Schuldkomplexe haben, wenn Frau anfängt zu jaulen, Mädchen werden in der Schule besser gefördert und erhalten im Durchschnitt den besseren Schulabschluss. Und so weiter und so fort.

    Sorry, auch wenn nicht immer alles eintritt, die Tendenz stimmt. Da hat mir letztens sogar eine Psychologin zugestimmt, die mir aber sagte, dass diese Art von Erziehung nicht bewusst stattfindet.

    Das Gender Mainstreaming findet meiner Wahrnehmung nach nur für Frauen statt. Und das euphemistisch als „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ titulierte Antidiskriminierungsgesetz ist ein schlimmer und überflüssiger Höhepunkt.

    Um zur Eingangsthese des Anwaltvereins zurückzukommen: Gelten die von Ihnen vorgebrachten Argumente nur für Frauen? Bei Auseinandersetzungen zwischen Männern und Frauen in Betrieben haben Männer in aller Regel die schlechteren Karten (denn erziehungsgemäß werden sie nun einmal automatisch als die Schuldigen angesehen. Und davon können sich sicher auch die Richter und sonstigen Streitschlichter und erst recht nicht die Vorgesetzten frei machen.).

    Ich meine, dass der Anwaltverein mit seiner Einschätzung recht hat, denn gerade Frauen haben in der heutigen politisch korrekten betrieblichen Welt überhaupt nichts zu befürchten, wenn sie vor Gericht ziehen. Hören Sie sich nur die Vorstände an, wie sie sich mit Gutmenschen-Programmen für den Betrieb und den Rest der Welt gegenseitig überbieten.

    Ziehen Sie mal als Mann vor Gericht und klagen Sie über Diskriminierung. Also da werden sie mit Sicherheit als „komischer Kauz“ oder „Klagewütiger“ oder „Macho“ angesehen. Schon in der Firma kriegen Sie gegen Frauen kein Bein auf die Erde. Und Frauen wissen das auszunutzen (Gott sei Dank machen das nicht alle.). Warten wir noch ein paar Jahre ab. Noch ist es zu früh, um die Folgen zu beurteilen.

  7. @gero.pischke

    Sie haben recht. In der Politik und anderswo haben sich Frauen endlich durchgesetzt Gottseidank.
    Schaue ich mir jedoch diese unterschwelligen suggerierenden Sticheleien an, z.B. von Minister Clement an Frau Y. weiß ich genau wieder wovon ich rede. Gegenüber einem gleichstarken Kerl würde er es sich nicht wagen…

    Es gibt Frauen denen hat man es (Frauenförderung) sehr leicht gemacht und die haben auch leicht reden und können und wollen die Schwierigkeiten nicht verstehen. Als hart arbeitender Mann, z.B. ich verlege und reinige Scheißhausrohre für wenig Geld, besteht natürlich die Möglichkeit aggressiv zu werden. Das übliche Ungerechtigkeitsproblem.

    Aber es ist nicht richtig diese Frauenförderprojekte auf die zahlreichen Frauen zu beziehen, welche nicht davon profitieren. Diese haben es nach wie vor schwerer, wegen der Kindererziehung etc etc. das muss an dieser Stelle nicht alles durchdiskutiert werden.
    Genau aus diesem Grund ergreifen jedoch viele die Gelegenheit und tyrannisieren Frauen, weil sie genau wissen, dass die Meinung suggeriert wird, dass Frauen überall Hilfe erhalten und das stimmt eben nicht.
    Diesen Knackpunkt haben zahlreiche und ich betone „gutgehende“ Unternehmen/Mitarbeiter schamlos ausgenutzt und Frauen tyrannisiert und fertiggemacht, solange genötigt bis diese selber kündigen mussten und diese dann kein ALG1 erhalten und und und. Ich rede an dieser Stelle nicht von mir.
    Hintenrum wird gesagt, ja es gibt doch keine Frauen die sind ja gegangen oder haben sich nicht beworben.
    Durch die Zeitarbeits- und ähnliche Unternehmen ist dieser Zustand verschärft, weder betriebsratgeschützt noch nimmt sonst jemand davon Notiz. Auch die Gewerkschaften kümmert sich in erster Linie um Ihre Mitglieder und wenn sie in einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind, können sie IG Mitglied sein, na und? Bringt doch nichts.
    Dass diese Frauen anschließend nicht mehr wollen und können und es darum auch diese Frauen im Berufsleben nicht mehr gibt, sondern diese landen in der Grundsicherung, dafür macht die IG Metall doch nichts.
    Anschließend werden diese Frauen noch beschimpft, weil sie keine Arbeit haben.

    Es betrifft genausogut die Obdachlosen, also Männern. Und wenn sie wissen wollen woher ich das alles weiß: Ich fahre in der Straßenbahn und ich rede mit Obdachlosen und ich gehe auf Mobbingseminare und ich lese und ich informiere mich.

    Die zahlreichen Kindstötungen sind indirekt auch eine Folge von Gewalt und Nichtakzeptanz im Berufsleben und in der sonstigen Umgebung dieser Eltern, wobei dies nicht in einem Zusammenhang stehen muss. Auf jeden Fall degeneriert.

    Diskriminierung bezieht sich zunächst auf sozial Schwächere und wenn Frauen in Unternehmen Mobbing betreiben ist es genauso gräßlich wie bei den Männern.

  8. Der von Ihnen verlinkte Artikel gibt keinen aber auch GAR KEINEN Anlass zu der von Ihnen hier gewählten Überschrift „Anwaltsverein verhöhnt Frauen“. Im Artikel wird lediglich, dass Ergebnis einer Umfrage wiedergegeben – woher Sie Ihre Aussage nehmen, der Anwaltsverein folgere aus dieser Umfrage, dass es real keine Diskriminierung gäbe bleibt schleierhaft.

    Purer Populismus.

  9. Der Link zu dem Fortune-Ranking soll „lediglich“ zeigen, wie wenig Frauen im deutschen Top-Management sind – im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern international.
    Der FAZ-Link verweist zu einem Stück über die DAV-Studie.

  10. @ tödtmann
    Und welcher Link verweist auf einen Artikel/Studie, welche die von Ihnen aufgestellte Behauptung der DAV würde „Frauen verhöhnen“ oder erklären „es gibt keine Diskriminierung weil es keine Klagen gibt“ stützt?

  11. @mr.black

    z.B. Link auf meinen Kommentar, s. o.
    ———

    Ein Verein kann natürlich nicht verhöhnen, da er eine juristische Person ist.

    Es wird formal von verschiedenen Institutionen z.B. Personal- und Fachabteilungen, Gutachtern etc. festgestellt:
    Die Leiche ist tot. Der Unfall ist so und so passiert. Wir haben unsere Arbeit getan und dies festgestellt, dafür erhalten wir einen Batzen Geld und Tschüß zur nächsten Leiche. Neuer Auftrag neues Geld. Dafür sind wir doch nicht verantwortlich, dass die Leiche kein Begräbnis erhält. Der Staat legt doch einmal im Jahr einen Kranz ab, zum Gedenken.
    Wir Gedenken ehrlich der Leiden der Opfer.

    Die lebenden Opfer interessieren uns nicht. Dafür gibt es doch Institution X die vom Staat finanziert wird. Das ist doch nicht mein Problem, hauptsache ich erhalte mein Geld.
    Oder ich erhalte Geld für die unabhängige Feststellung, dass diese Leiche tot ist.
    Die Tatsache, dass ich soviel Geld besitze verdanke ich meinen Aufträgen. Diese garantieren meine wirtschaftliche Unabhängigkeit. Somit bin ich geeignet. Das Regelwerk bestimmt das System.

    Weiterführende Literatur
    Franz Kafka , der Prozess.

  12. @Gero Pischke,
    sie haben recht! Wo gibt es den belastbare Fakten, die eine Diskrinimierung von Frauen belegen?

    Diskriminiert werden vor allem Maenner, Herr Pischke hat schon einiges aufgezaehlt, ich moechte noch ergaenzen, dass Maenner als Vaeter im Familienrecht massiv diskriminiert werden, bei Sorgerecht, Unterhalt usw.

  13. @Rainer
    In Grundsicherung: Überwiegend Frauen
    niedriges Gehalt: Überwiegend Frauen
    Last der Kindererziehung + Beruf: Überwiegend Frauen
    arbeitslose Lebenspartnerin, keine Renteneinzahlung möglich, weil Hartz 4 geht nicht (Gesetzliche Diskriminierung) Überwiegend Frauen
    Führungspositionen überwiegend keine Frauen
    Insbesondere Projektmanagement : auch untere Militärschicht zur Abwehr, Frauen nicht erwünscht, ausser wenn brutal genug

    Es gibt sogar ein Gesetze über Fehlgeburten im Berufsleben!!! Vorsatz und Wissen?

    Gewalt gegen Frauen im Berufsleben: Kollegen schauen weg oder beteiligen sich an Mobbing
    Verspotten von Sozial schwächeren insgesamt und minderheiten

    Die Rechte der Frau im Unterhalt wurden bereits gekürzt, also gibt es dort diese Ungerechtigkeit für Männer nicht mehr

    Anwälte vertreten die Rechte von Männern

    Männer kümmern sich nicht um ihre Kinder

    Viele Frauen wurden in die Arbeitslosigkeit getrieben durch Gewalt, s. Frontal: Frau hatte einen Herzinfarkt, Fehlgeburten werden in Kauf genommen usw.
    Junge Witwe mit kleinem Kind liegen im Krankenhaus, es wird trotzdem weiter genötigt und und und (Nazimethoden).

    Gehen Sie einmal in eine Klinik und schauen sich Arbeitsgeschädigte (Frauen und Männer) an

    Gehen Sie auf Mobbingseminare und schauen sich die Opfer an

    Diese gehen nicht in die Öffentlichkeit und bloggen
    Sie haben Angst fotografiert zu werden. Sagen nicht mal piep.

  14. Sehr schön zu besichtigen: die Selbstgerechtigkeit mit denen Damen hier ihre juristischen Pfründe verteidigen. Es bedarf Keines Kommentars.Wir lernen: Gerechtigkeit und Recht sind ausschließlich auf die Wünsche von Frauen bezogen. Ruhe gibt es an dieser Front erst, wenn jede Frau nachweislich Förderungen genießt und sich des staatlichen Schutzes in allen Lebenslagen erfreut.Erst wenn unter diesem Schutzschild frau handeln darf, wie sie will, erst wenn sie sicher sein darf, dass kein (männliches) Wiederwort weibliche Kreise stört, erst wenn Mutter Staat Sympathie auch für den / der bösartigsten Menschen/in erzwingt, erst dann hat das AGG seinen Dienst getan.
    Vielleicht wäre es gut, Wissen nicht allein in Mobbing- und Frauenseminaren zu erwerben. Dann käme frau womöglich zu anderen Schlüssen.

    Ich habe selbst nach Pleite und Zwangsversteigerung ein Jahr auf der Strasse leben müssen. Dort bin auf Elend gestoßen, von den Frau Mayer nicht einmal den Hauch einer Ahnung besitzt. Sicher ist: Selbst im Elend genießt die weitaus kleiner Gruppe von wohnungslosen Frauen Privilegien. Insofern die hier geäußerten Behauptungen einfach nur zynisch zu nennen. Das seinerzeit schlimmste Obdachlosenasyl, das am Lehrter Bahnhof in Berlin, hat große Verdienste; dennoch galt auch dort Frauenbevorzugung.Ein Vorschlag: Verlassen Sie, Frau Mayer doch einmal im Winter die Seminarräume und muten sich 4 Wochen Leben auf der Straße zu.Gorki sprach von Landstrassen als Universitäten. Möglicherweise gelingt Ihnen dann das Kunststück den Bezug zwischen den suggestiv- manipulativen Bildern, die auf eben solchen Untersunchungen basieren, mit den komplizierten Kausalitäten der Realität zu verknüpfen. Dies wäre alledings nicht im Sinne des Femininsmus und seiner Opferrhetorik.

    M.N.

  15. Sehr geehrter Herr Narro,

    Das AGG gilt für alle Betroffenen Menschen.
    Im obigen Artikeln habe ich mehrfach auf Obdachlosigkeit von Männern hingewiesen und Mobbingattacken gegen Männer, bitte lesen Sie oben alle Artikel.

    Abgesehen davon habe ich weder etwas mit „Feminismus“ noch mit Opferrethorik zu tun sondern bin selber seit 3 Jahren aufgrund von Mobbingattacken arbeitslos und ohne eigenes Einkommen bzw. kenne Armut und habe Armut gesehen.

    Aber abgesehen davon etwas viel Wichtigeres: Der Schwund von Obdachlosigkeit in der sichtbaren Öffentlichkeit? Wohin sind die Obdachlosen verschwunden? In unsere Stadt wurden sie zeitweise aus den Strassen weggeschafft, wenn sie kein Musikinstrument spielen und somit keine Künstler sind. Oder in Asyl gesteckt.
    Wie sieht dies in Großstadt Berlin aus? Das Verschwinden von Menschen sollte nachvollziehbar sein.

    mit freundlichen Grüßen
    Mariana Mayer

  16. Sie werden nicht zum Wehrdienst herangezogen. Sie ziehen nicht in den Krieg.
    @gero.pischke

    Ja wer treibt denn hier immer Krieg?
    , also erst immer Krieg anfangen und dann sich beschweren in den Krieg ziehen zu müssen und zum Schluss behaupten die Frauen wären Schuld am Krieg.

  17. Vielleicht fehlt es auch hieran:
    Artikel 8 UN-BRK
    Bewusstseinsbildung
    (1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, sofortige, wirksame und geeignete
    Maßnahmen zu ergreifen, um
    a) in der gesamten Gesellschaft, einschließlich auf der Ebene der Familien, das
    Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern;
    b) Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit
    Behinderungen, einschließlich aufgrund des Geschlechts oder des Alters, in allen Lebensbereichen zu bekämpfen;
    c) das Bewusstsein für die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit
    Behinderungen zu fördern.
    (2) Zu den diesbezüglichen Maßnahmen gehören
    a) die Einleitung und dauerhafte Durchführung wirksamer Kampagnen zur
    Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit mit dem Ziel,
    i) die Aufgeschlossenheit gegenüber den Rechten von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen,
    ii) eine positive Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen und ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein ihnen gegenüber zu fördern,
    iii) die Anerkennung der Fertigkeiten, Verdienste und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen und ihres Beitrags zur Arbeitswelt und zum Arbeitsmarkt zu fördern;
    b) die Förderung einer respektvollen Einstellung gegenüber den Rechten von
    Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen des Bildungssystems, auch bei allen Kindern von früher Kindheit an;
    c) die Aufforderung an alle Medienorgane, Menschen mit Behinderungen in einer
    dem Zweck dieses Übereinkommens entsprechenden Weise darzustellen;
    d) die Förderung von Schulungsprogrammen zur Schärfung des Bewusstseins für Menschen mit Behinderungen und für deren Rechte.

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