Einem normalen Kleinunternehmer – vom Handwerker bis zum Inhaber eines mittelständischen Betriebes – wäre so eine Panne nicht unterlaufen, wie sie Jürgen Sengera – der angestellte, hochbezahlte WestLB-Manager – hat passieren lassen. Der Mann verdiente ein Mehrfaches an Salär wie ein Unternehmenslenker – ohne hingegen auch nur annähernd so viel persönlich zu riskieren. Und was da am Düsseldorfer Landgericht an Verantwortungslosigkeit ans Tageslicht kommt, zieht einem die Schuhe aus:Mehrere Experten aus seinem eigenen Hause haben ihn anscheinend vor dem waghalsigen britischen 1,35-Milliarden-Euro-Investment namens Boxclever gewarnt – vergeblich: Dem Geschäft mit dem Verleih von TV-Geräten, das denn auch pleite machte. Schadenshöhe: mindestens 427 Millionen Euro. Und da sagt ausgerechnet der frühere Aufsichtsrat Rolf Gerlach vor Gericht aus: Hätte einer der vielen mit dem desaströsen Engagement nur abstrakt befassten Experten jemals einen Fuß in eine der Boxclever-Filialen gesetzt, wäre das riskante Geschäft vielleicht rechtzeitig abgesagt worden. „Schlechte Geschäftslage, verstaubte Fernseher, schmuddliger Teppichboden!“, schilderte Gerlach. Niemand habe sich den Kunden – also die Boxclever-Läden – vor Ort angeschaut.
Ist das zu fassen? Zum einen, dass sich keiner der Warnenden Gehör verschafft hat und durchsetzte. Nicht mal der Aufsichtsratschef selbst. Obwohl offenbar mehrere erkannt hatten, dass die Sache zum Scheitern verurteilt war. Weil das britische Unternehmen in großem Stil Fernseher vermieten wollte, aber übersehen hatte, dass schon in jedem Haushalt ein Gerät stand. Hatte denn keinem genug Courage?
Ich frage mich: Konnte den Rufern in der Wüste dieses Himmelfahrtskommando und die Folgen für ihren Arbeitgeber, ihre Firma, so egal sein?
Zum anderen: Kann es sein, dass jemand so viel Geld investiert – oder investieren lässt – und nicht einmal checkt – oder checken lässt -, wohin das Geld tatsächlich fließt? Dass man es bei Modellrechnungen belässt und riskiert, auf Sand zu bauen? Und das in Zeiten von Webcams und Digi-Kameras? Wenn jedes Handy Beweisfotos liefern kann. In Zeiten, in denen ein Flug Düsseldorf-London-Düsseldorf nicht viel kostet und auch genug Vorstandsassistenten oder andere vertrauenswürdige Mitarbeiter da sind, die sich einen eigene Eindruck hätten verschaffen und Sengera berichten können. Wenn er es schon nicht selbst für nötig hält, für solch eine Summe einen kleinen Tagesausflug zu unternehmen.
Kein Wunder, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht „Zweifel an der fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit der zuständigen Vorstandsmitglieder“ anmeldete – und die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Und die wiederum wirft Sengera – konkret Staatsanwalt Henning Wilke – ein „übersteigertes berufliches Erfolgsstreben“ vor. Auf Kosten des ganzen Unternehmens und der Mitarbeiter. Ganz schön egoistisch. Und wo bleibt da die ach so große Verantwortung, die die Manager sonst so gerne beschwören?
Es ist unwahrscheinlich, dass niemand von Sengeras Mitarbeitern etwas von den wahren Zuständen bei Boxclever gewusst und versucht hat, Herrn Sengera davon zu unterrichten.
Wahrscheinlicher ist es wohl, dass er nicht darauf gehört hat.
So etwas nennt man dann Beratungsresistenz. Findet sich auch bei Politikern und anderen Leuten, die sich zur Führungselite zählen.
Der Grund dafür ist leider banal: Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur „Elite“ glauben diese Menschen, keine Ratschläge und Hinweise ihrer Untergebenen mehr annehmen zu müssen, bzw. versammeln nur noch solche Leute um sich, die sich hüten, ihnen etwas anderes zu sagen als was sie gerne hören möchten.
Dass unter solchen Umständen unangenehme Detailinformationen über ein Investitionsobjekt nicht ihren Weg in Herrn Sengeras Bewusstsein gefunden haben, ist kein Wunder. Wenn er behauptet, „nichts davon gewusst“ zu haben, lügt er nicht. Er wusste es tatsächlich nicht besser!
Dieser hochbezahlte WestLB-Manager wusste was er tat, denn seine Erfolgsstrategie ist die eines:
Karrierehais
Schon in der Schule er war noch klein, die Art wie er es machte, war nicht sehr fein.
Er ging über Leichen war ein Schwein, was tut man nicht alles um der Beste zu sein.
Sein Abschlusszeugnis war auch nicht echt, er hatte es efälscht, gar nicht mal schlecht.
In der Führung wollte er arbeiten nicht wie ein Knecht, dafür war ihm jedes Mittel recht.
Auch während der Ausbildung zum Bankkaufmann, fing er wieder mit diesen Intrigen an.
Er machte sich an seine Chefin heran, das war der Aufstieg seine Karriere begann.
Jeder wusste wie seine Chefin zu ihm stand, auch das sie Sex hatten war allen bekannt.
Ihm war klar in welcher Situation sie sich befand, sie war ihm hörig, fraß ihm aus der Hand.
Auch sie war ihm wieder unterlegen, sie kündigte, mit dieser Schmach konnte sie nicht leben.
Die Chefposition wurde natürlich ihm übergeben, somit konnte er weiter zum Gipfel streben.
An der Börse begann er zu spekulieren, Kunden riet er ihr Geld in Aktien zu investieren.
Die Kurse begannen förmlich zu explodieren, was hatten die Anleger den schon zu verlieren.
Millionen setzte er um in nur kurzer Zeit, endlich hatte er auch das Management so weit.
Keinen interessierte seine Vergangenheit, der Direktionssessel stand schon für ihn bereit.
Keiner wollte seine Ratschläge missen, dafür missbrauchte er sogar sein Insiderwissen.
Jeder hielt ihn für clever und gerissen, mein Gott was hat er sie nur alle beschissen.
Während eine Verkäuferin für 1,30 Euro entlassen werden kann, ist dies im Management ohne Probleme möglich.
Fallbeispiel: Bei mir wurden Stunden an das Leih-Unternehmen abgerechnet im 4. stelligen Bereich ohne Stundenbeleg von mir. Der Abteilungsleiter und Gutachter hatte darauf bestanden.
Trotz meiner Darstellung an Betriebsrat, Ämter und andere: Was ist passiert nichts?
Ab dem Mittleren Management ist das alles selbstverständlich und erlaubt.
Frauen und Niedriglöhner können und werden in Deutschland ohne Probleme kriminalisiert oder beim kleinsten Fehltritt sofort entlassen. Folge ist: Die Kassiererin wird vermutlich nie wieder Arbeit erhalten.
Mariana Mayer
Die Verkäuferin sagte gerade im Fernsehen ZDF, dass sie abgezeichnete und zulässige Bons zum Einkauf benutzt hat. Und sie hat sogar einen Anwalt.
Es wird weiterhin behauptet dass ein verschlossener Schreibtisch tabu ist. Oh, da habe ich aber anderes erlebt. Von Menschen denen ihr Schreibtisch durchsucht wurde, die gleichfalls vor mir spurlos aus dem Berufsleben verschwunden sind.
Ebenfalls Sicherheitsberichtsschreiber im Bahnbereich.
Fallbeispiel:
Leider hatte ich nie einen solchen Anwalt der meine Rechte vertritt.
Ein Fakt ist: Menschen werden solange persönlich destabilisiert bis hin zum Versagen. Anschließend wird behauptet, dass der- oder diejenige persönliche Probleme hat und somit versagt hat.