In britischen Supermärkten wie Tesco gibt es Visitenkarten zum Mitnehmen: von Tierärzten etwa, die einen ersten Kostenlos-Check von Haustieren versprechen. Oder von Anwälten wie Mears Hobbs &Durrant Solicitors in Beccles in Suffolk, die ein verlockendes Sonderangebot bereithalten:10 Prozent Rabatt auf Testamente – wenn man das Kärtchen mitbringt uns sich damit als Tesco-Kunde ausweist. Das ist doch mal ein Wort. Nützlich ist es auf alle Fälle.
Auch die Düsseldorfer Anwälte Torsten Timm und Nicolai Mameghani, die sich auf Strafverteidigungen spezialisiert haben, bieten ihre Dienste zielgruppengerecht auf Plakaten am Gefängnis an, der Ulmer Höh´. Auf dem einen ist ein düsterer Gefängnis-Gang zu sehen und der Spruch: „Wenn Sie ihren Urlaub lieber woanders verbringen wollen, buchen sie uns.“ Oder dieses Motiv: Ein Basketball-Korb hängt in einem tristen amerikanischen Gefängnis-Hof. Der Werbespruch dazu lautet: „Wenn Sie lieber in einem anderen Team mitspielen wollen, buchen Sie uns.“
Mangelnden Witz und Einfallsreichtum kann man der Werbeagentur der zwei Advokaten kaum vorwerfen.
Eigentlich. Jedoch:„Geschmacklos“ sei das, grantelte prompt der Vize-Präsident der Rechtsanwaltskammer, Herbert Schons, „wenn man sich auf diese Art und Weise über das Schicksal von Leuten hinwegsetzt.“ Hinwegsetzt? Genau genommen gehen die zwei Anwälte doch genau darauf ein – und bieten ihre Dienste an, und das im richtigen Moment.
Nur Beckmesser würden kriteln: Die Strafverteidiger Timm und Mamaghani setzen sich sowieso nicht über das Schicksal der Inhaftierten hinweg. Im Gegenteil. Sie gerieren sich doch sogar als Beistand in schweren Stunden.
Nur ob die Inhaftierung Schicksal ist? Möglicherweise aus Sicht der Anwaltskammer. Ich schätze, Strafrichter sähen das anders.
Man kann es auch so sehen: Gute Anwälte beraten ihre Mandanten so, dass sie erst gar kein Risiko eingehen – und gar nicht in der Ulmer Höh´landen.
www.fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?sid=0ccccf271efe2f9811092f8bbe20c307&em_cnt=1313465
<a href=“http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1006361736967&rubrikid=269&ressortid=100&articleid=1207050435036″>www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1006361736967&rubrikid=269&ressortid=100&articleid=1207050435036
Frau Toedtmann, haben Sie nichts zum Schreiben?
Entgegen der Theorie,
eine Umfrage bei den Häftlingen und Toten ist denkbar.
Da fällt mir wieder ein, Geisterbeschwörung, wie war das mit dem Exorzismus und den Stimmen des Jenseits.
Ist er jetzt der Täter oder nicht, der Exorzist?
Gibt es den niemand der sich mit sowas auskennt?
Der Papst bildet doch gerade auch 3000 aus. Da muss man sich doch vorher informieren, ob man sich so jemand leisten kann und will und wie hoch das Risiko einer Fehlinvestition ist.
Mariana Mayer