„Zivile Unternehmen zahlen besser – Bundeswehr laufen Piloten weg“ titelt die „Rheinische Post online“. Sie laufen zu den Airlines, die ihnen mehr Geld – konkret 50 Prozent plus – bieten. Und das ist nicht alles: Planbare Arbeitszeiten obendrein. Und das heißt für die Piloten: Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Was so prima ist für die Piloten ist ein dickes Problem für die Bundeswehr: „Ein „Demografie-Tsunami“ sei es, der da auf die Streitkräfte zukomme, zitiert die RP einen General.
So langsam beginnt die Demografie-Falle zuzuschnappen: Die Metallindustrie kann bereits ihre Aufträge nicht mehr erfüllen und erleidet Schäden. Ganz zu schweigen von den vielen jungen Ärzten, die es über die Grenzen zu Arbeitgebern treibt, die höhere Löhne zahlen und bessere Arbeitsbedingungen bieten – oder die in die Pharmaindustrie oder ins Controlling der Kliniken abwandern aus demselben Grund. Oder von den vielen Ingenieuren, die händeringend gesucht werden. Sie alle sind erst der Anfang. Die lang verfolgte Strategie, keine Personalreserven mehr zu haben, wird sich daher noch schneller rächen, als wenn wenigstens noch eine gewisse Pufferzone da wäre. Doch weil alle Unternehmen unisono auf Teufel komm raus vor die Tür gesetzt haben was immer sie konnten oder zu können glaubten, bleiben schon heute viele Aufgaben unerledigt, die Qualität kommt unter die Räder – und es wird bei manchen Betrieben dann schneller gehen, als es den Personalverantwortlichen lieb ist: Dass sie ohne gute Leute dastehen.
Die ersten Firmen steuern auch schon gegen: Selbst die Unternehmensberatung McKinsey hat einen Betriebskindergarten eröffnet, um ja qualifiziertes Personal zu halten, ebenso wie die internationale Wirtschaftskanzlei Clifford Chance. Die Metro in Düsseldorf bietet eine bilinguale Kindergartengruppe für ein paar Mitarbeiter und will nun dank hoher Nachfrage die Platzzahl verdoppeln. Gerade wenn jetzt die Ressource der gut ausgebildeten Frauen aktiviert werden soll und dank des neuen Unterhaltsrechts auch sicher werden wird – werden muss – ist das immerhin ein Anfang.
Prekäre Arbeitsverhältnisse beim Staat, z.B. hoheitliche Aufgaben über Zeitarbeitsunternehmen. Kein Wunder wenn die piloten weglaufen. Nicht weil besser bezahlt wird, sondern weil rausgedrängt wird. Sparplan. Die wollen die Leute nicht mehr.
Piloten mit zuverdienst Hartz4, das gibt es nur in Deutschland!
Vielleicht sollen sie auch demnächst eingezogen werden und hauen vorher ab, unsere militanten,
wenn es ernst wird abhauen und Frauen und Kinder im Stich lassen.
Wenn Piloten der Bundeswehr wegen des Verdienstes bei den privaten Fluglinien die Bundeswehr verlassen,dann sollten sie erst einmal alle Rechte aus der Bundeswehrzeit verlieren, und ausnahmslos die gesamten Kosten für die Pilotenausbildung zurückzahlen.