Liebelei im Büro oder als Spanner im Firmen-Schlafzimmer

Hausfrauen daheim haben allen Grund zur Sorge. Jeder zehnte Arbeitnehmer hat in seiner Firma schon eine Affäre – oder mehr als das – gehabt. Quer durch alle Hierarchieebenen, egal ob Voll- oder Teilzeit, egal ob Chef oder Mitarbeiter. Neun Prozent hat es sogar nachhaltig erwischt und die Sache endete in einer Beziehung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Turtelei in einer festen Beziehung endet, soll umso höher sein, wenn es Führungskräfte erwischt. Prominente Vorbilder gibt’ s genug – siehe DaimlerChrysler Schrempp mit Lydia oder Deutsche-Bank-Manager Hilmar Kopper mit Brigitte Seebacher-Brand (der Witwe vom seligen Willy).
Die Zahlen trug das Marktforschungsinstitut Ifak aus Traunstein in einer Umfrage unter gut 1000 Berufstätigen zusammen. Für jeden dritten Befragten, der sich zu Job-Liebeserfahrungen bekannte, soll dann aus der Affäre auch eine feste Partnerschaft oder Ehe geworden sein.
Ob das bereits die Zweitehe ist oder nicht, darüber sagt die Ifak-Befragung nichts aus. Auch nicht, ob die Assistentin, Sekretärin, Kollegin oder gar Chefin eine etwaige vorhandene Ehefrau ablöste.
Hin wie her, wer im Job viel Zeit mit jemand verbringt, hat unterm Strich anscheinend gute Karten, auf die Dauer an sein Ziel zu kommen.
Nett ist immer wieder die Naivität der Beteiligten. Eine Freundin aus Hamburg kommentierte die Büro-Affäre ihrer Kollegin mit dem Chef mal so: Wenn man zu den beiden ins Zimmer tritt, ist die Atmosphäre so, als träte man in ihr Schlafzimmer. Auch ohne Gurren, Flirten, Albern-Kichern, Nackenmassagen, Köpfe-zusammen-stecken oder Betatschen. Und wenn das Ganze im Großraumbüro stattfindet, gibt’s auch gar keine schützenden Wände mehr, nicht mal imaginäre. Und die Ideen der Kollegen, – die dazu verdammt sind, dem Gurren, Knuddeln undsoweiter von morgens bis abends in der Rolle unfreiwilliger Spanner beizuwohnen – schlagen Purzelbäume. Die tauschen diabolische Ideen aus. Was man so alles seiner Ehefrau am Telefon ganz aus Versehen sagen könnte – und was danach geschieht. Vorsicht: Wer – und das ist heutzutage im täglichen Kampf ums Überleben im Job gar nicht unwahrscheinlich – sich Feinde unter den Kollegen gemacht hat, andere schlecht behandelt hat, die auf Rache sinnen, Neider oder einfach nur Konkurrenten hat, sollte zusehen, dass niemand anderes an sein Telefon geht. Oder andersherum: Die Büro-Gespielin sollte zusehen, dass es passiert. Wenn sie ihn abspenstig machen will.
Doch was können Hausfrauen nun tun? Eigentlich nur eins. Selbst möglichst schnell im Beruf durchstarten. Und nicht nur aus deisem einen Grund, sondern wegen einem ganzen Bündel von Gründen. Fürs Ego, um attraktiv zu bleiben, um selbst für den Scheidungsfall – siehe oben – abgesichert zu sein, undundund.

7 Kommentare zu „Liebelei im Büro oder als Spanner im Firmen-Schlafzimmer“

  1. Solange die Liebhaber ihre Kollegen nicht damit belästigen, ist es doch juristisch einbandfrei,
    oder?
    —-
    Es gibt natürlich immer dieses Fallenstellen, Filmbeispiel: „Enthüllungen“ mit Demi Moore und Michael Douglas, gestern abend im ZDF.

    Dies kommt auch in der Praxis vor: In „Profiunternehmen“ wird heutzutage sittenwidrig angestarrt.

    Der Vorgesetzte schaut einen entsprechend abwertend an. Kann natürlich niemand nachweisen. Verachtung als Abwertung im Berufsleben. Das ist heutzutage die Methode gegen Frauen. Die sind schließlich nicht blöd und riskieren ihren Job mit Affären. Die hat Mann anderswo.

    Mariana Mayer, durch „entsprechende“ Mobbingattacken vor 3,5 Jahren aus dem Berufsleben rausgedrängt

  2. Was ich vergessen hatte: Diese Vorgesetzten nennen es: „Wertschätzung von Arbeit“.
    Traurig und wahr dabei: Diese Vorgesetzten sind 1 gutachter, 1 Projektleiter, 1 HauptSicherheitsverantwortlicher und 1 Qualitätsleiter TS/Q und verantwortlich für die Bahnsicherheit in der Industrie bei Alcatel SEL. Das ist das Schlimme daran.

    Mariana Mayer

  3. Ich wüsste da noch eine Möglichkeit: Wenn nämlich Ehemann und Ehefrau beide im Homeoffice arbeiten. Das kann zwar nervig sein – reduziert die Gefahr eines Büroflirts aber auf Null.
    Und wenn wenn es zwischen beiden Partner doch (mal wieder) funken sollte, ist für einen Quickie in der Mittagspause das passende (Ehe-)Bett nicht weit!

  4. Gehen wir nach dem Film „Enthüllungen“ wird dort gesagt: Du spielst ihr Spiel,tue das nicht sondern
    löse das Problem, ein friend.

    Des Problemes lösung ist relativ einfach: Informationstechnische Sicherheitslösungen, z. B. Fehler im Design, müssen durch Fachleute in einer Qualitätsabteilung gelöst werden, in diesem Fall sind es eben Informatiker die das Thema beherrschen, die das V-Modell kapiert haben sollten.
    Werden diese allerdings nur als billige Leiharbeiter mißbraucht (ich war da kein Einzelfall,das läuft seit Jahren so), sind die Ursachen auch in dem kaufmännischen Design des Unternehmens zu suchen, oder auch : Der billigste Anbieter des Stundenangebots gewinnt. Das der billige Anbieter viel mehr Stunden aufschreibt, scheint egal zu sein.

    Problem: Designfehler

    Übrigens ich bin nicht unfair, habe den Alcatelern eine Mail geschickt, dass ich hier blogge und Sie eingeladen sind Stellung zu beziehen. Was ist passiert: Laufen zur Personalabteilung wie kleine Kinder, mama mama und beschweren sich, wollten mich hintenrum verklagen.
    Immer alles hintenrum. Ich gege immer durch den Vordereingang. Habe immer alles auf den Tisch gelegt. schriftlich.
    Letztendlich bin ich auch noch Bahnfahrer und an meiner Sicherheit interessiert.

    Mariana Mayer

  5. Liebe Frau Mayer,

    dies ist meiner Meinung nach nicht die richtige Plattform zur Austragung Ihres Konfliktes mit der genannten Firma.

  6. Es gibt leider keine Plattform „Austragung“ orte für Konflikte aus BRD.

    Überall nicht.

  7. Lieber unbekannte HB Leser,

    Das Unternehmen Alcatel hat keinen Konflikt mit mir.
    Ich bin Bestandteil. Ich trage dort Verantwortung.
    Wie ist Ihr Name?

    Mariana Mayer

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