Die Managementberatung Kienbaum macht einen überraschenden wie mutigen Vorstoß: Sie zeigt mit dem Finger auf die Gesamtheit der deutschen Großunternehmen – und erhebt die Anklage, dass jene ungerecht sind.Ungerecht vor allem zu den Frauen, denen sie im Durchschnitt 20 Prozent weniger Lohn zahlen als den Herren der Schöpfung. Bei den Geschäftsführerinnen sind es sogar mehr als 33 Prozent weniger. Am schlimmsten treibt es die Logistik-Branche, die ihren Frauen in der Unternehmensspitze nur die Hälfte dessen zahlt, was sie Männern in derselben Funktion gibt.
So weit so gut, beziehungsweise schlecht. Das wusste man und hat es auch schon gelesen, auch herunter gebrochen auf die genauen Differenzen in den verschiedenen Branchen – und gerne wieder erfolgreich verdrängt. Und die Augen fest verschlossen vor den „hohen Risiken, die die Unternehmen mit dieser Vergütungspraxis eingehen“, vor denen Kienbaum warnt. Denn „neben Schadenersatzforderungen drohen Imageschäden, Vertrauensverluste bei Mitarbeitern, den Anteilseignern und den Kunden sowie Einbußen bei der Attraktivität als Arbeitgeber“. Damit hat die Managementberatung in einem Satz den Tanz auf dem Vulkan auf den Punkt gebracht. Wie es ausgehen kann, wenn man die geltenden Gesetze als Unternehmen nicht ernst nimmt, beweist heute Siemens – die Münchner haben sich auch nicht darum geschert, welches Gesetz da 1999 in Kraft trat. Auch wenn zum Beispiel Presseorgane wie die „Wirtschaftswoche“ seinerzeit auch in klar verständlicher Sprache von dieser Strafbarkeit berichtete – und das mit Strafe neuerdings bewehrt war, was zuvor noch steuerlich absetzbar war.
Jetzt einen Blick in die Zukunft zu wagen wäre reizvoll. Ob es sich ein Unternehmen in neun Jahren auch noch leistet, die halbe deutsche Bevölkerung, die Frauen, derart vor den Kopf zu stoßen? Die Frage ist: Wie lange kann es sich ein Unternehmen, das eine Zukunft haben will, noch leisten, seine Vergütungsstruktur nicht in Ordnung zu bringen – und diese strikt einzuhalten?
40 Prozent der Personalchefs in Dax-Unternehmen bewerten ihre Maßnahmen zur Sicherstellung von Lohngerechtigkeit „lediglich als durchschnittlich“.
Und Alexander von Preen, Geschäftsführer bei Kienbaum Management Consultants stellt deshalb klar: “Viele Unternehmen gehen mit dieser Frage fahrlässig um. Ihnen drohen weit reichende materielle und immaterielle Schäden.“
Siemens lässt grüßen. Der Schaden geht in die Milliarden und wer kann sich darüber freuen? Richtig. Die US-Anwälte, die so heute gut daran verdienen, dass sich die Unternehmensjuristen bei Siemens vor neuen Jahren und in den Folgejahren kein Gehör und keinen Respekt verschafften.
Vom Imageschaden ganz zu schweigen.

Endlich mal jemand, der nicht nur die Ungerechtigkeit bei der Entlohnung nennt, sondern endlich auch einmal die Konsequenzen erwähnt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Frauen den Mut finden würden so eine Schadensersatzklage gegen ihr Unternehmen zu führen, ohne Angst als Mobbingopfer zu enden oder als schwarzes Schaf in der Branche zu gelten.
ich habe geklagt, doch die unternehmen werden ständig verklagt. Das interessiert die nicht. Diese Fälle sind vorgesehen.
Dann zahlen die irgendwas aus der Portokasse, fertig, sind billig weggekommen.
Nach dem neuen AGG steht mir geld zu sagte mein Anwalt nach dem Prozess, doch das AGG galt leider damals noch nicht.
Die Mobbingtreiber bleiben trotzdem hochbezahlt im Amt und machen weiter, wie schon seit Jahrzehnten.
Sie glauben garnicht wie bösartig diese Menschen sind und nach vorne tuen sie freundlich und kompetent.
Für die persönlichen seelischen Schäden der Opfer kommt niemand auf. Da sagt man jetzt, aber die suchen doch, da kann „die“ doch arbeiten gehen und schon fängt der Teufelskreis von vorne an. Wird man wieder nur verar. …Ich habe da kein Vertrauen mehr drin.
Mariana Mayer (40) , aufgrund von Mobbingattacken arbeitslos
reale Gehaltsunterschiede, sind IG Metall veröffentlicht:
Auszubildender im 1. Lehrjahr 821,23 Euro
Industriekauffrau (ohne Studium) : 2425 Euro
Mindestgehlat at: Angestellte : 5795 Euro
+ Ausbildung + Arbeitsplatz + Kantine + A..abputzen
Mariana Mayer
Datenverarbeitungskauffrau Höher bewertet als Industriekauffrau + Fh Studium ohne Einarbeitung ohne Weiterbildung ohne gleichwertigen Arbeitsplatz + Mobbing 2400 Euro brutto im 5. Jahr als Sicherheitsverantwortliche als Leiharbeiterin der Alcatel SEL, vorsätzlich und bewußt,
Abfindungen für Interne 300 000 Euro brutto
Mariana Mayer (40 Jahre) seit 3,5 Jahren aufgrund von zahltreichen Mobbingaktionen Interner auch mit Dr. Titel arbeitslos, rentenanspruch meinerseits < 300 Euro + Kind
Das Bahnfahren wird teurer.
Verschlampte sicherheitstechniken führten in der Vergangenheit zu Unfällen. Das kostet jede Menge Geld.
Die Lohnerhöhungen sind m.E. nicht der Grund, warum Bahnfahren teurer wird.
Zuschläge sollen bezahlt werden, um die Angestellten am Fahrkartenschalter zu bezahlen. Das Bahnfahren ist bereits jetzt für Hartz4 Empfänger und die vielen Geringverdiener unerschwinglich geworden. Früher gab es Sozialtarife.
Lokführer sollen 7,50 Euro die Stunde Grundlohn erhalten.
Selbst in Indien darf die 4. Klasse Bahn fahren.
Frau Suckale als MBA verdient 120 000 Euro im Monat, Mehdorn mehr als 3 Millionen usw.
Sicherheitsverantwortliche wurden in die Arbeitslosigkeit getrieben. Die Bahn hat das EBA aufgrund schlampiger Türtechniken verklagt.
Zu klären ist: Wo liegt das Dilemma?
Der Vorstand und Mehdorn löst es sicher nicht.
Mariana Mayer